
Orange, gelb, grün, weiß, gestreift, rund, länglich, winzig klein oder mehrere Kilogramm schwer: Kaum ein anderes Gemüse zeigt sich im Herbst so vielseitig wie der Kürbis. Und genauso vielfältig wie sein Aussehen sind seine Verwendungsmöglichkeiten.
Natürlich lässt sich daraus die klassische Kürbissuppe kochen. Doch wer Kürbis nur püriert und mit etwas Sahne serviert, nutzt tatsächlich nur einen Bruchteil dessen, was in diesem Herbstgemüse steckt. Kürbis lässt sich backen, braten, grillen, füllen, fermentieren, einlegen, einkochen und einfrieren. Er passt in Pasta und Risotto, auf Pizza und Flammkuchen, in Brot, Kuchen und Desserts. Selbst die Kerne können weiterverwendet werden.
Und manche Kürbisse müssen überhaupt nicht in der Küche landen: Sie werden geschnitzt, bemalt oder verwandeln Haus, Hof und Garten in eine herbstliche Dekoration.
Wie beeindruckend die Vielfalt sein kann, zeigt im Herbst beispielsweise der Hof Reindl in Au bei Altenhohenau bei Griesstätt. Dort entsteht zur Kürbiszeit eine regelrechte Kürbislandschaft mit zahlreichen Formen und Farben. Neben Speisekürbissen finden Besucher dort auch Zier- und Schnitzkürbisse. Wer Kürbisse bislang hauptsächlich als orangefarbene Hokkaidos aus dem Supermarkt kennt, bekommt dort einen ganz anderen Eindruck davon, wie vielfältig diese Pflanzenfamilie tatsächlich ist.
Wir haben deshalb einmal gesammelt, was man alles mit Kürbissen machen kann – vom Mittagessen bis zur Herbstdekoration.
Die Kürbislandschaft von Hof Reindl: Herbst in allen Farben
Ein Hof voller Kürbisse besitzt im Herbst eine ganz besondere Atmosphäre. Genau das lässt sich beim Hof Reindl in Au bei Altenhohenau erleben. Sobald die Kürbissaison beginnt, bestimmen unterschiedlichste Formen und Farben das Bild.
Zwischen klassischen orangefarbenen Exemplaren stehen kleine und große, glatte, gerippte, helle, dunkle und ungewöhnlich geformte Kürbisse. Das Angebot reicht von Speisekürbissen über dekorative Zierkürbisse bis zu Kürbissen zum Schnitzen und Bemalen.
Die Familie Reindl beschäftigt sich dabei bereits seit Jahren mit der Kürbisvielfalt. Schon 2019 berichtete die Gemeinde Griesstätt darüber, dass die Familie Reindl unterschiedliche Kürbisse aus eigenem Anbau für eine Kürbiswoche des örtlichen Kindergartens zur Verfügung stellte – darunter sogar ungewöhnliche Formen wie einen sogenannten Schlangen- und Schmetterlingskürbis.
Zum landwirtschaftlichen Angebot des Hofes gehören neben Kürbissen unter anderem auch Kartoffeln aus regionalem Anbau, saisonales Gemüse und Eier aus eigener Freilandhaltung.
Aktuelle Einblicke in den Hof, die Kürbisernte und das saisonale Angebot finden Sie auf Instagram:
→ Hof Reindl auf Instagram besuchen
Adresse:
Hof Reindl
Au bei Altenhohenau 3
83556 Griesstätt
Speisekürbis oder Zierkürbis? Diese Unterscheidung ist wichtig
Bevor der Kürbis in Topf oder Backofen wandert, muss eine wichtige Frage geklärt werden: Handelt es sich überhaupt um einen Speisekürbis?
Denn nicht jeder Kürbis, der appetitlich aussieht, gehört auf den Teller.
Viele kleine und besonders auffällig geformte Kürbisse werden ausschließlich als Zierkürbisse angebaut. Sie können unerwünschte Bitterstoffe – sogenannte Cucurbitacine – enthalten und sollten nicht gegessen werden.
Wer einen Kürbis direkt beim Erzeuger kauft, hat deshalb einen großen Vorteil: Man kann nachfragen, um welche Sorte es sich handelt und wofür sie geeignet ist.
Ausführlich haben wir dieses Thema bereits in unserem Ratgeber erklärt:
→ Welche Kürbisse sind essbar? Speisekürbis erkennen
1. Kürbissuppe – der Klassiker
Beginnen wir mit der bekanntesten Verwendung. Kürbissuppe gehört zum Herbst wie fallendes Laub und kürzere Tage.
Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Kürbis wird zusammen mit Zwiebeln angebraten oder direkt in Brühe gegart und anschließend püriert.
Interessant wird Kürbissuppe durch die Zutaten, die zusätzlich hineinkommen.
- Ingwer sorgt für leichte Schärfe.
- Kokosmilch macht die Suppe cremig und exotischer.
- Apfel bringt eine fruchtige Note.
- Karotten verstärken Farbe und Süße.
- Chili sorgt für Schärfe.
- Curry macht aus der klassischen Kürbissuppe eine würzige Variante.
- Orangensaft bringt Säure und Fruchtigkeit.
- Geröstete Kürbiskerne sorgen für Biss.
- Kürbiskernöl liefert ein kräftiges nussiges Aroma.
Gerade Hokkaido eignet sich hervorragend für Suppe, weil seine Schale beim Kochen weich wird und mitgegessen werden kann.
2. Kürbis einfach im Backofen rösten
Eine der einfachsten und gleichzeitig aromatischsten Zubereitungsarten ist Ofenkürbis.
Dafür wird ein geeigneter Speisekürbis in Spalten oder Würfel geschnitten, mit etwas Öl vermengt und gewürzt. Anschließend kommt er bei ungefähr 190 bis 200 Grad in den Backofen.
Durch die Hitze karamellisiert ein Teil des natürlichen Zuckers. Dadurch entwickelt der Kürbis ein wesentlich intensiveres Aroma als beim bloßen Kochen.
Besonders gut passen:
- Thymian
- Rosmarin
- Knoblauch
- Chili
- Paprikapulver
- Kreuzkümmel
- Honig
- Feta
- Ziegenkäse
- Walnüsse
Ofenkürbis funktioniert als Hauptgericht, Beilage oder Bestandteil eines herbstlichen Salates.
3. Kürbis mit Feta überbacken
Eine besonders einfache Kombination ist Kürbis mit Feta. Die natürliche Süße des Kürbisses harmoniert hervorragend mit dem salzigen Käse.
Kürbisspalten werden dafür zunächst mit Öl, Pfeffer und Kräutern im Ofen gegart. Gegen Ende der Garzeit wird Feta darübergebröselt.
Etwas Honig, Thymian und einige Walnüsse machen daraus mit wenigen Zutaten ein erstaunlich aromatisches Herbstgericht.
4. Kürbis füllen
Manche Kürbisse bringen ihre eigene Auflaufform gleich mit.
Kleinere Speisekürbisse lassen sich halbieren oder oben öffnen, aushöhlen und anschließend füllen.
Als Füllung eignen sich beispielsweise:
- Hackfleisch und Zwiebeln
- Couscous und Gemüse
- Reis und Feta
- Linsen
- Pilze und Käse
- Spinat und Ricotta
- Quinoa und Gemüse
- Speck und Zwiebeln
Danach wird der komplette Kürbis im Backofen gegart.
5. Kürbis als Gemüsebeilage
Kürbis muss nicht immer die Hauptrolle spielen. In Würfel geschnitten und gebraten oder gebacken funktioniert er hervorragend als Beilage.
Er passt beispielsweise zu Wild, Rindfleisch, Schweinefleisch und Geflügel, aber ebenso zu vegetarischen Gerichten.
Besonders im Herbst lässt er sich wunderbar mit Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Roter Bete und Zwiebeln zu einem großen Blech Ofengemüse kombinieren.
6. Kürbispüree selber machen
Kürbispüree gehört zu den praktischsten Grundlagen überhaupt.
Dafür wird Kürbis weich gegart und anschließend fein püriert. Je nach weiterer Verwendung kann das Püree zunächst vollkommen ungewürzt bleiben.
Danach lässt es sich für zahlreiche Gerichte verwenden:
- Suppe
- Kartoffel-Kürbis-Püree
- Gnocchi
- Kuchen
- Muffins
- Brot
- Soßen
- Risotto
- Desserts
Überschüssiges Püree lässt sich portionsweise einfrieren.
7. Kartoffelpüree mit Kürbis verfeinern
Warum nur Kartoffelpüree?
Ein Teil der Kartoffeln kann durch gegarten Kürbis ersetzt werden. Dadurch bekommt das Püree eine kräftigere Farbe und eine leicht süßlich-nussige Note.
Gerade bei einem Hof wie Hof Reindl bietet sich diese Kombination geradezu an: Kartoffeln und Kürbisse stammen dort direkt aus landwirtschaftlicher Erzeugung.
Mit Butter, Milch, Salz und etwas Muskat entsteht eine einfache herbstliche Beilage.
8. Kürbis-Gnocchi
Aus Kürbispüree lassen sich auch Gnocchi herstellen.
Das Prinzip ähnelt klassischen Kartoffelgnocchi. Kürbispüree wird mit Mehl und je nach Rezept weiteren Zutaten zu einem formbaren Teig verarbeitet.
Besonders gut schmecken Kürbis-Gnocchi anschließend in einer Pfanne mit Butter und Salbei.
Parmesan darüber – fertig.
9. Kürbis-Risotto
Kürbis und Risotto sind eine ausgezeichnete Kombination.
Kleine Kürbiswürfel können direkt mitgegart werden. Alternativ wird ein Teil des Kürbisses püriert und unter das fertige Risotto gerührt.
Parmesan, Weißwein, Salbei und geröstete Kürbiskerne passen hervorragend dazu.
10. Kürbis-Pasta
Aus püriertem Kürbis entsteht mit wenigen Zutaten eine cremige Pastasoße.
Zwiebeln und Knoblauch anbraten, Kürbispüree hinzugeben, etwas Brühe oder Sahne ergänzen und kräftig würzen.
Mit Parmesan entsteht eine wunderbar cremige Herbstpasta.
Wer es kräftiger mag, ergänzt Speck oder gebratene Pilze.
11. Spaghettikürbis statt Spaghetti
Der Spaghettikürbis ist eine der faszinierendsten Kürbissorten überhaupt.
Nach dem Garen lässt sich sein Fruchtfleisch mit einer Gabel in lange Fasern lösen. Diese erinnern tatsächlich an Spaghetti.
Dazu passen Tomatensoße, Bolognese, Pesto oder eine Käse-Sahne-Soße.
Besonders schön: Das Gericht kann direkt in der Kürbishälfte serviert werden.

12. Kürbis-Curry
Kürbis eignet sich hervorragend für Currys.
Besonders gut harmoniert er mit Kokosmilch, Ingwer, Knoblauch, Chili und Currypaste.
Dazu können Kichererbsen, Linsen, Spinat oder anderes Gemüse gegeben werden.
Mit Reis entsteht daraus ein sättigendes vegetarisches Hauptgericht.
13. Kürbis-Chili
Auch ein klassisches Chili lässt sich um Kürbis erweitern.
Die Kürbiswürfel geben dem Gericht eine leicht süßliche Komponente, die sehr gut mit Chili, Kreuzkümmel, Bohnen und Tomaten harmoniert.
Das funktioniert sowohl mit Hackfleisch als auch als vegetarisches Chili sin Carne.
14. Kürbis auf Pizza
Kürbis auf Pizza klingt zunächst ungewöhnlich – funktioniert aber erstaunlich gut.
Dünne Kürbisscheiben können vorgegart oder sehr dünn direkt auf den Pizzateig gelegt werden.
Dazu passen beispielsweise:
- Ziegenkäse
- Feta
- Mozzarella
- rote Zwiebeln
- Walnüsse
- Rucola
- Speck
- Honig
15. Kürbis-Flammkuchen
Auch auf Flammkuchen macht Kürbis eine gute Figur.
Crème fraîche, sehr dünne Kürbisscheiben, rote Zwiebeln und Speck ergeben eine kräftige Herbstvariante.
Vegetarisch funktioniert die Kombination mit Ziegenkäse, Honig und Walnüssen.
16. Kürbis-Lasagne
Für eine herbstliche Lasagne kann Kürbis entweder in dünnen Scheiben oder als cremige Kürbissoße verwendet werden.
Besonders gut harmonieren Kürbis, Spinat und Ricotta.
Aber auch eine klassische Hackfleischlasagne bekommt durch eine Kürbisschicht eine völlig neue Richtung.
17. Kürbis-Auflauf
Kürbis lässt sich hervorragend mit Kartoffeln kombinieren.
Kartoffel- und Kürbisscheiben werden abwechselnd in eine Auflaufform geschichtet, mit Sahne oder einer entsprechenden Soße übergossen und anschließend mit Käse überbacken.
Damit treffen gleich zwei klassische Produkte vieler Hofläden in einem Gericht zusammen.
18. Kürbisbrot backen
Kürbispüree sorgt in Brotteig für Feuchtigkeit und eine schöne Farbe.
Kürbisbrot kann sowohl herzhaft als auch leicht süßlich gebacken werden.
Kürbiskerne auf der Kruste sorgen zusätzlich für Geschmack und Biss.
19. Kürbisbrötchen
Dasselbe Prinzip funktioniert mit Brötchen.
Durch Kürbispüree werden sie weich und erhalten eine intensive gelb-orange Farbe – ganz ohne künstliche Farbstoffe.
20. Kürbiskuchen
Kürbis gehört nicht nur in herzhafte Gerichte.
Seine natürliche Süße und die cremige Konsistenz machen ihn zu einer hervorragenden Kuchenzutat.
Besonders bekannt ist der amerikanische Pumpkin Pie. Doch auch Rührkuchen, Käsekuchen und Blechkuchen lassen sich mit Kürbis zubereiten.
Zimt, Vanille, Nelken, Ingwer und Muskat passen besonders gut dazu.
21. Kürbis-Muffins
Kürbispüree hält Muffins besonders saftig.
Mit Zimt und Nüssen entstehen daraus kleine Herbstküchlein, die sich auch gut vorbereiten lassen.
22. Kürbis-Pancakes
Einige Löffel Kürbispüree im Pancake-Teig sorgen für Farbe, Geschmack und Saftigkeit.
Mit Zimt, Ahornsirup und Nüssen wird daraus ein ausgesprochen herbstliches Frühstück.
23. Kürbis als Dessert
Auch Cremes und Desserts lassen sich mit Kürbis herstellen.
In Verbindung mit Zimt, Vanille, Honig oder Ahornsirup verliert der Kürbis schnell seinen typischen Gemüsecharakter.
Kürbispüree kann beispielsweise unter Quark, Joghurt oder eine Mascarponecreme gehoben werden.
24. Kürbis-Chutney
Wer größere Mengen Kürbis gekauft oder geerntet hat, kann daraus Chutney kochen.
Kürbis wird dafür beispielsweise mit Zwiebeln, Äpfeln, Essig, Zucker und Gewürzen eingekocht.
Das Ergebnis passt hervorragend zu Käse, Fleisch, Gegrilltem oder auf ein kräftiges Brot.
25. Kürbis süß-sauer einlegen
Eine traditionelle Methode der Haltbarmachung ist süß-sauer eingelegter Kürbis.
Essig, Zucker und Gewürze sorgen für den typischen Geschmack.
Je nach Rezept kommen beispielsweise Zimt, Nelken, Ingwer oder Senfkörner hinzu.
26. Kürbis fermentieren
Auch Fermentation ist möglich.
Ähnlich wie anderes Gemüse kann Kürbis durch Milchsäuregärung haltbar gemacht werden. Das Ergebnis hat mit klassischer Kürbissuppe geschmacklich kaum noch etwas gemeinsam und zeigt eindrucksvoll, wie wandelbar Kürbis ist.
27. Kürbis einfrieren
Wer einen großen Kürbis nicht vollständig verbrauchen kann, muss ihn nicht wegwerfen.
Eine praktische Möglichkeit ist das Einfrieren.
Je nach späterer Verwendung kann Kürbis roh in Würfeln, blanchiert oder bereits als Püree eingefroren werden.
Kürbispüree lässt sich besonders gut portionieren und später direkt für Suppen, Soßen oder Backrezepte verwenden.
28. Kürbis richtig lagern
Viele Winterkürbisse besitzen einen großen Vorteil: Sie lassen sich vergleichsweise lange lagern.
Voraussetzung ist, dass die Früchte ausgereift und unbeschädigt sind.
Ein ganzer Kürbis sollte trocken und möglichst kühl, aber frostfrei gelagert werden. Angeschnittene Kürbisse gehören dagegen in den Kühlschrank und sollten zeitnah verarbeitet werden.
Wer direkt beim Erzeuger kauft, kann nachfragen, welche der angebotenen Sorten sich besonders gut zur Lagerung eignen.
29. Kürbiskerne nicht wegwerfen
Beim Aushöhlen landen die Kerne häufig automatisch im Biomüll.
Schade – denn bei geeigneten Speisekürbissen können auch sie verwendet werden.
Die Kerne werden zunächst von den anhaftenden Fasern befreit, gewaschen und getrocknet.
Anschließend können sie geröstet werden.
30. Geröstete Kürbiskerne selber machen
Geröstete Kürbiskerne sind ein einfacher Snack.
Nach dem Reinigen werden die Kerne mit etwas Öl und Salz vermischt und im Backofen geröstet.
Experimentieren kann man mit:
- Paprika
- Chili
- Curry
- Knoblauch
- Rosmarin
- Honig
- Zimt und Zucker
Damit kann aus einem vermeintlichen Küchenrest noch ein Snack werden.
31. Kürbiskerne als Topping
Kürbiskerne müssen nicht allein gegessen werden.
Sie passen hervorragend auf Salate, Suppen, Brot, Brötchen, Müsli und Ofengemüse.
Ein kurzes Anrösten in einer trockenen Pfanne intensiviert das Aroma.
32. Kürbiskernöl verwenden
Kürbiskernöl wird aus speziellen Ölkürbissen gewonnen und besitzt ein kräftiges, nussiges Aroma.
Es eignet sich hervorragend für Salate, Suppen, Kartoffelgerichte und kalte Speisen.
Ein paar Tropfen auf einer Kürbiscremesuppe sorgen nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch für einen schönen Abschluss.
33. Kürbis-Smoothie und Pumpkin Spice
Auch Getränke sind möglich.
Gegartes Kürbispüree kann beispielsweise mit Banane, Apfel, Milch oder pflanzlichen Alternativen und Gewürzen gemixt werden.
International bekannt ist außerdem die Kombination von Kürbis beziehungsweise Kürbisgewürzen mit Kaffee als Pumpkin-Spice-Variante.
34. Einen Halloween-Kürbis schnitzen
Nicht jeder Kürbis muss gegessen werden.
Große Schnitzkürbisse eignen sich hervorragend für Halloween.
Dafür wird oben ein Deckel ausgeschnitten und das Innere entfernt. Anschließend wird ein Gesicht oder Muster in die Schale geschnitzt.
Bei ausdrücklich essbaren Schnitzkürbissen kann verwertbares Fruchtfleisch je nach Sorte anschließend noch in der Küche verwendet werden.
Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen essbarem Schnitzkürbis und nicht essbarem Zierkürbis.
35. Kürbisse bemalen statt schnitzen
Wer den Kürbis nicht aufschneiden möchte, kann ihn bemalen.
Das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Frucht bleibt unbeschädigt und hält dadurch in der Regel wesentlich länger als ein ausgehöhlter Kürbis.
Gerade mit Kindern ist das eine einfache Alternative zum Schnitzen.
36. Kürbis als natürliche Herbstdekoration
Ein paar unterschiedlich große Kürbisse reichen oft schon aus, um einen Eingangsbereich herbstlich zu gestalten.
Besonders schön wirken verschiedene Farben, Formen und Größen miteinander kombiniert.
Genau hier zeigt sich der Reiz einer großen Kürbisauswahl wie beim Hof Reindl: Nicht jeder Kürbis muss gleich aussehen.
Zusammen mit Strohballen, Äpfeln, Mais, Heide, Kastanien oder Herbstlaub entsteht eine natürliche Dekoration, die kaum künstliches Material benötigt.
37. Kleine Zierkürbisse für Tischdekorationen
Zierkürbisse haben zwar in der Küche nichts verloren, dafür sind sie für Dekorationen besonders interessant.
Auf einem großen Holztisch, zusammen mit Herbstlaub, Nüssen und Kerzen, entsteht mit wenigen Mitteln eine saisonale Tischdekoration.
Wichtig: Zierkürbisse sollten nicht versehentlich zusammen mit Speisekürbissen verarbeitet werden.
38. Kürbisse für Kinder: entdecken, bemalen und lernen
Kürbisse sind auch für Kinder spannend.
Schon die Unterschiede bei Größe, Gewicht, Farbe und Form bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Entdecken.
Wie unterschiedlich Kürbisse aussehen können, zeigte sich bereits bei einer früheren Aktion der Familie Reindl mit einem Kindergarten in der Region. Dort wurden unterschiedliche Kürbisse betrachtet, sortiert und gezählt, Kürbissuppe gekocht und Kürbisgesichter gestaltet.
So wird aus einem landwirtschaftlichen Produkt ganz nebenbei ein kleines Stück Lebensmittelbildung.
39. Kürbisreste möglichst vollständig verwerten
Ein Kürbis besteht aus mehr als den schönen Würfeln, die am Ende im Kochtopf landen.
Wer möglichst wenig verschwenden möchte, kann schon beim Einkauf die passende Sorte auswählen.
Beim Hokkaido kann beispielsweise die Schale mitgegessen werden. Die Kerne geeigneter Speisekürbisse können geröstet werden. Aus übrig gebliebenem gegartem Fruchtfleisch entstehen am nächsten Tag Suppe, Soße oder Püree.
So lässt sich ein Kürbis erstaunlich weitgehend verwerten.
40. Kürbis direkt vom Hof kaufen
Gerade beim Kürbis lohnt sich der Einkauf direkt beim Erzeuger.
Im normalen Lebensmittelhandel begegnen Verbrauchern vor allem einige wenige Standardsorten. Direkt auf landwirtschaftlichen Betrieben kann die Auswahl erheblich vielfältiger sein.
Und es gibt einen weiteren Vorteil: Man kann fragen.
Ist der Kürbis essbar? Muss er geschält werden? Ist er eher süß oder nussig? Eignet er sich für Suppe, zum Füllen oder für den Backofen? Ist er lange lagerfähig?
Wer könnte diese Fragen besser beantworten als derjenige, der die Kürbisse selbst angebaut hat?
Welche Kürbissorte eignet sich wofür?
Eine grobe Orientierung für einige bekannte Speisekürbisse:
- Hokkaido: Suppe, Ofenkürbis, Curry, Püree, Risotto, Brot – besonders praktisch, weil die Schale mitgegessen werden kann.
- Butternut: Suppe, Ofengerichte, Curry, Püree, Füllungen und Kuchen.
- Muskatkürbis: Suppe, Chutney, Püree, Curry und Ofengerichte.
- Spaghettikürbis: ideal als Gemüse-Alternative zu Pasta.
- Patisson: junge Exemplare eignen sich zum Braten, Grillen, Füllen und Einlegen.
- Essbare Halloween-Kürbisse: je nach Sorte für Suppe, Püree und Chutney – häufig allerdings weniger aromatisch als klassische Speisekürbisse.
- Zierkürbisse: ausschließlich für Dekorationszwecke verwenden.
Was tun mit einem ganzen Kürbis? Ein Beispiel
Angenommen, Sie kommen vom Hofladen mit einem großen Speisekürbis nach Hause. Daraus könnte beispielsweise Folgendes entstehen:
- Ein Teil wird am ersten Tag zu Ofenkürbis.
- Aus einem weiteren Teil wird Kürbissuppe.
- Übriges Fruchtfleisch wird zu Kürbispüree verarbeitet.
- Ein Teil des Pürees kommt am nächsten Morgen in Pancakes.
- Der Rest wird portionsweise eingefroren.
- Geeignete Kerne werden gereinigt und geröstet.
Aus einer einzigen Frucht entstehen damit mehrere völlig unterschiedliche Mahlzeiten.
Noch mehr Kürbis-Rezepte finden
Sie haben einen Kürbis gekauft und wissen noch nicht, was Sie daraus kochen möchten?
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Häufige Fragen rund um die Verwendung von Kürbis
Was kann man außer Suppe aus Kürbis machen?
Sehr viel: Kürbis eignet sich für Ofengemüse, Curry, Risotto, Pasta, Gnocchi, Lasagne, Aufläufe, Pizza, Flammkuchen, Brot, Kuchen, Muffins, Pancakes, Chutney und zahlreiche weitere Gerichte. Auch die Kerne geeigneter Speisekürbisse lassen sich verwenden.
Kann man Kürbis roh essen?
Einige Speisekürbisse können grundsätzlich auch roh verwendet werden. Entscheidend ist, dass es sich eindeutig um einen Speisekürbis handelt. Schmeckt ein Kürbis ungewöhnlich stark bitter, sollte er keinesfalls gegessen werden.
Welchen Kürbis muss man nicht schälen?
Der bekannteste Vertreter ist der Hokkaido. Seine Schale wird beim Garen weich und kann mitgegessen werden. Auch bei einigen anderen Sorten kann die Schale grundsätzlich essbar sein, sie bleibt jedoch teilweise so fest, dass Schälen sinnvoller ist.
Was kann man mit Kürbiskernen machen?
Kerne geeigneter Speisekürbisse können gereinigt, getrocknet und geröstet werden. Anschließend eignen sie sich als Snack oder als Topping für Suppen, Salate und andere Gerichte.
Kann man einen Halloween-Kürbis essen?
Das hängt von der Sorte ab. Viele typische Schnitzkürbisse sind grundsätzlich essbar, wurden jedoch eher auf Größe und Schnitzbarkeit als auf Geschmack gezüchtet. Zierkürbisse dürfen dagegen nicht mit essbaren Halloween-Kürbissen verwechselt werden.
Kann man Zierkürbisse essen?
Nein. Kürbisse, die ausdrücklich als Zierkürbisse angeboten werden, sollten ausschließlich zur Dekoration verwendet werden. Sie können problematische Bitterstoffe enthalten.
Kann man Kürbis einfrieren?
Ja. Kürbis lässt sich beispielsweise gewürfelt oder als fertiges Kürbispüree einfrieren. Püree ist besonders praktisch, weil es später direkt für Suppen, Soßen oder Backrezepte verwendet werden kann.
Wie lange hält ein Kürbis?
Das hängt stark von der Sorte und den Lagerbedingungen ab. Unbeschädigte, ausgereifte Winterkürbisse können bei geeigneter Lagerung lange haltbar sein. Angeschnittene Kürbisse gehören dagegen in den Kühlschrank und sollten zeitnah verbraucht werden.
Wo kann man besondere Kürbissorten kaufen?
Eine gute Adresse sind landwirtschaftliche Direktvermarkter und Hofläden. Gerade dort findet man während der Kürbissaison häufig Sorten, die im normalen Lebensmittelhandel kaum angeboten werden. Ein schönes Beispiel dafür ist die Kürbisvielfalt beim Hof Reindl in Au bei Altenhohenau.

Hof Reindl: Ein Ausflug in die Welt der Kürbisse
Wer in der Region Griesstätt und Wasserburg am Inn unterwegs ist und Kürbisse nicht nur als fertig verpacktes Gemüse kennenlernen möchte, findet beim Hof Reindl in Au bei Altenhohenau während der Saison eine besonders fotogene Auswahl.
Speisekürbis, Schnitzkürbis oder Herbstdekoration: Gerade die große Vielfalt macht einen Besuch interessant. Denn erst wenn viele unterschiedliche Exemplare nebeneinanderliegen, wird sichtbar, wie wenig der Begriff „Kürbis“ eigentlich über Farbe, Form, Geschmack und Verwendung aussagt.
Aktuelle Bilder, Neuigkeiten und Einblicke vom Hof gibt es direkt bei:
Fazit: Ein Kürbis kann erstaunlich viel
Was kann man also alles mit Kürbissen machen?
Die bessere Frage wäre fast: Was kann man mit Kürbis nicht machen?
Er kann Suppe, Hauptgericht und Beilage sein. Er funktioniert in Pasta, Risotto und Curry ebenso wie in Brot, Kuchen und Muffins. Seine Kerne können geröstet werden, manche Sorten lassen sich über längere Zeit lagern und Überschüsse können eingefroren oder eingekocht werden.
Und selbst Kürbisse, die ausdrücklich nicht zum Essen bestimmt sind, erfüllen im Herbst ihren Zweck: als farbenfrohe Dekoration.
Die Kürbislandschaft des Hof Reindl zeigt besonders schön, was hinter dieser Vielfalt steckt. Statt eines anonymen Standardgemüses begegnen einem dort unterschiedlichste Formen, Farben und Verwendungszwecke – vom Speisekürbis bis zum Schnitz- und Zierkürbis.
Vielleicht ist genau das ein guter Grund, beim nächsten Einkauf nicht automatisch zum immer gleichen Kürbis zu greifen.
Fragen Sie im Hofladen einfach einmal: „Welche Sorte würden Sie mir heute empfehlen?“
Die Antwort könnte der Anfang eines neuen Lieblingsrezepts sein.
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Fotos: Hof Reindl / Titelbild: KI Montage