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Die Heidelbeere als Lebenselixier

Heidelbeeren

Vorkommen

Von Juni bis September wachsen die schwarzblauen Beeren in freier Natur an einem kleinstrauchigen Heidekrautgewächs mit rötlich grünen Blüten heran. Die Beeren schmecken süß und sind sehr saftig. Die gezüchteten Kulturheidelbeeren wachsen hingegen an meterhohen Sträuchern und sind größer, mit festerem Fruchtfleisch und einer höheren Lagerfähigkeit. Im Unterschied zu Steinfrüchten wie z.B. Kirsche oder Pflaume ist bei dieser Beere das gesamte Fruchtfleisch saftig ohne eine harte innere steinartige Schicht. Sie wird auch Blaubeere oder Bickbeere genannt. Ursprünglich stammen die Beeren aus Nord-, Mittel- und Osteuropa.

Gesundheitsförderung

Heidelbeeren sind nicht nur süß und saftig, sondern auch sehr reichhaltig an wertvollen Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium, Fruchtsäuren, Vitamin C, Vitamin B6, Vitamin E, Karotin und Gerbstoffen. Enthalten sind Anthocyane, die für ihre antioxidative und auch entzündungshemmende Wirkung bekannt sind. In der Naturheilkunde kennt man Beeren schon seit Jahrhunderten als wirksames Mittel bei Darmbeschwerden. Die enthaltenen Gerbstoffe können beispielsweise bei Durchfall die angegriffene Schleimhaut schützen und auch das Wachstum von Viren und Bakterien hemmen. Das zu den Anthocyanen gehörende Myrtillin kann dem Entstehen von chronischer Erkrankung und auch der vorzeitigen Alterung entgegen wirken, weil es die sogenannten Freien Radikale neutral hält. Myrtillin fördert zusätzlich die Elastizität der Blutgefäße und wirkt so vorbeugend gegen Herz- und Kreislauferkrankungen vor. Die enthaltenen Vitamine unterstützen die zellschützende Wirkung und stärken das Immunsystem. Die Beeren haben ca. 52 kcal/100g und sind somit freundlich zur schlanken Figur.

Heidelbeeren aus dem Wald und aus der Kultur

Am wilden Beerenstrauch können die für den Menschen schädlichen Eier des Fuchsbandwurms haften. Diese sind nur durch Erhitzen bei einer Temperatur von über 70 Grad unschädlich zu machen. Einfrieren oder gründliches waschen genügen hierfür nicht. Unerfahrene sollten die Beeren besser aus Kulturanbau kaufen, statt sie selbst im Wald zu sammeln. Optisch können sie sehr leicht mit der Rauschbeere verwechselt werden, der man gesundheitsschädliche Eigenschaften nachsagt.

Lagerung und einfache Rezeptvorschläge

Lagern können Sie ihre frischen Beeren im Kühlschrank bei 0 Grad bis zu zwei Wochen lang. Über diesen Zeitraum büßen die Beeren jedoch an Aroma ein und entwickeln Bitterstoffe. Alternativ können Sie ihre Beeren einfrieren oder trocknen, um die Haltbarkeit zu verlängern. Leicht zerdrückt können Sie sie unter Quark oder Joghurt rühren oder Cremes und Eis zubereiten. Sie können die Beeren einkochen oder zu Gelee und Konfitüre verarbeiten. Auch Torten oder Kuchen lassen sich prima mit den Beeren backen. Weitere Informationen finden Sie hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Heidelbeeren.

Bildquelle: Karl Strebl / pixelio.de